Leben

Quarterlife-Crisis – oder so ähnlich…

Heute ist mein Geburtstag. Ich bin 25 Jahre alt geworden und bereits in den letzten Wochen hat dieser bevorstehende Geburtstag in mir einige Fragen aufgeworfen. Irgendwie ist die 25, dieses Vierteljahrhundert, eine besondere Zahl.
Wenn ich mich umschaue, was Andere in diesem Alter schon erlebt und erreicht haben, beschleicht mich relativ schnell das Gefühl, dass ich vieles verpasst habe. Manche waren auf Weltreise, manche waren Monate oder sogar ein ganzes Jahr im Ausland, um dort zu studieren oder zu arbeiten, manche sind schon verheiratet, manche haben schon Kinder oder sind zumindest in langjährigen Beziehungen.

Ich bin allein. Ich bin direkt von der Schule in die Berufswelt geschlittert. Ich hatte kein Jahr „off“, um einfach das zutun, was ich möchte. Ich musste mir vieles selbst erarbeiten und war nach 10 Jahren dieses Jahr zum ersten Mal wieder im Urlaub. Auf Mallorca. Weder auf den Malediven, noch in den USA, nein, einfach auf Mallorca. Und es war wundervoll.

Letztes Jahr ist die Beziehung zerbrochen, von der ich gedacht hätte, dass sie für die Ewigkeit ist. Danach bin ich von einem Drama ins nächste geschlittert, um mich bloß nicht mit mir selbst beschäftigen zu müssen. Ich habe Zeit und Liebe in eine Beziehung gesteckt, die von Anfang an aussichtslos war. Ich hab‘ mich behandeln lassen wie der letzte Dreck und versucht es immer wieder darauf zu schieben, dass er ja nicht anders kann und ich ihm irgendwie helfen will. Seit März sind wir getrennt und das Theater zieht sich bis heute. Es fällt mir unglaublich schwer loszulassen, weil ich Angst davor habe, was danach kommt. Lieber halte ich mich an etwas Altem fest, was mir ganz offensichtlich nicht gut tut, als mich für das Neue frei zu machen.

Neben all diesen Dingen gingen mir in der letzten Zeit die Fragen „Was macht mich glücklich?“, „Was will ich vom/im Leben?“, „Wen möchte ich dabei an meiner Seite wissen?“ oder „Wer tut mir gut, wer tut mir nicht gut? Bei wem kann ich sein wie ich bin?“ durch den Kopf.
Die Antworten auf diese Fragen kenne ich zum Teil. Zum Teil bin ich noch auf der Suche nach ihnen.

Und ich denke, dass ich mein 25. Lebensjahr dem Finden der Antworten auf diese Fragen widmen werde. Ich möchte allein glücklich und zufrieden sein, ohne mein Leben nach jemand anderem zu richten und mich darüber zu definieren. Ich möchte die Dinge finden, die mich wirklich interessieren, die mich glücklich machen. Ich möchte Geld sparen, um noch viel mehr von der Welt zu sehen. Und wenn auf dieser Reise ein schmucker Mann meinen Weg kreuzt, dann freue ich mich auch darüber, doch ich werde ihn nicht suchen.

In diesem Sinne: Happy Birthday, dear self!

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