Baby,Leben

Unser Wintermädchen ist unterwegs! ♥︎

Ja, unser Wunschkind ist unterwegs und wird irgendwann zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar das Licht der Welt erblicken. Ein Mädchen. Eine kleine Ronja Räubertochter, so viel wie sie immer in meinem Bauch herum rumpelt. Nachdem ich an Karfreitag den ersten, leicht positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielt, war mein Gefühl eigentlich sofort „Es wird ein Junge.“, doch schon bei der ersten großen Ultraschalluntersuchung äußerte meine Frauenärztin die Vermutung, dass es ein Mädchen wird. Beim nächsten Termin hatte sie dann leider die Nabelschnur zwischen den Beinen, so dass man schlecht sehen konnte, ob da nun „etwas“ ist oder nicht… aber bei der zweiten großen Ultraschalluntersuchung gab es dann kein Wenn und Aber mehr. Direkt im Anschluss durfte ich dann das erste rosa Teil kaufen. Vorher hatte ich nur farblich neutrale Sachen geshoppt. (Man kann ja dann auch einfach nicht mehr widerstehen, wenn man weiß, dass Nachwuchs unterwegs ist!!)

Aber nun mal von vorne. Wir haben uns Ende letzten Jahres dazu entschlossen, dass wir ein Kind wollen. Nach 2 Zyklen in denen wir immer um meinen Eisprung herum „geherzelt“ und ihn verpasst haben (was ich dann im 3. Zyklus, in dem ich fleißig jeden Tag Temperatur gemessen habe, herausgefunden habe – NFP ist das Stichwort!), hat es im 3. Zyklus quasi direkt beim ersten richtigen Versuch geklappt. Worüber ich auch total froh bin, denn ich denke, das ist erstens nicht die Regel und zweitens bin ich so eine Kandidatin, die sich unglaublich viele Gedanken macht und schnell gefrustet ist. Ungeduldig wie ich bin, habe ich dann schon einige Tage vor Ausbleiben der Regel den ersten Test gemacht und mir ist das Herz in die Hose gerutscht als da tatsächlich eine hauchzarte, zweite Linie auftauchte. Total aufgeregt bin ich zu meinem Freund ins Bett gehüpft (an einem Feiertag, morgens um 8!) und hab ihm den Teststreifen unter die Nase gehalten. Er nuschelte nur „Ich seh da keinen zweiten Strich“, hat sich wieder umgedreht und schlief weiter. Hmpf. Das läuft in Hollywood irgendwie immer romantischer ab.
So richtig geglaubt hat er es dann auch erst als ich einige Tage später einen Test gemacht habe bei dem dann dick und fett „SCHWANGER“ im Display stand. Am Tag dieses Tests haben wir uns dann abends – unabgesprochen – gegenseitig beschenkt. Er bekam ein Papa-Buch und ich den ersten Nucki für die Kleine. Doch ein bisschen Hollywood. <3

Bis zur 7./8. Woche ging’s mir dann auch noch ziemlich gut und ich hatte schon die leise Hoffnung, dass die allseits bekannte Schwangerschaftsübelkeit mich verschonen würde. Leider nein. Sie kam und sie blieb bis zur 16./17. Woche. Ich konnte sie ein bisschen im Zaum halten, indem ich sehr regelmäßig gegessen habe, dennoch habe ich mich die meiste Zeit ziemlich elend gefühlt und war einfach nicht fit. Irgendwann in diesem Zeitraum fing es dann auch an, dass ich mich jeden Morgen – meist auf leeren Magen vor dem Frühstück, manchmal aber auch danach – übergeben musste. Auch wenn ich da wahrscheinlich noch eine relativ milde Form der Schwangerschaftsübelkeit erwischt habe, war es wirklich nicht schön und es fiel mir wahnsinnig schwer mich über die Schwangerschaft zu freuen und sie zu genießen. Überall auf Instagram sah ich diese strahlenden Schwangeren und Mamis, die von ihrer Schwangerschaft schwärmten, wie toll es doch sei und die schönste Zeit ihres Lebens und es geht ihnen ja so gut und… ich fühlte mich noch schlechter. Weil ich auch so sein wollte. Weil ich der Welt auch gern mitgeteilt hätte wie wunderbar es ist schwanger zu sein und wie glücklich ich bin. Doch entweder ich lag wie ein Häufchen Elend auf der Couch oder ich versuchte irgendwie meinen Alltag zu meistern, meine Arbeit zu schaffen und die Übelkeit mit Ingwerkapseln zu bezwingen. Die waren übrigens das Einzige, was mir ganz gut geholfen hat.

In der 13. Woche, einen Tag vor unserem Abflug nach Mallorca, hatten wir den Termin für den ersten großen Ultraschall. Die Kleine war sehr aktiv, hat uns gewunken und alles war bestens. Das war auch der erste Ultraschalltermin bei dem der werdende Papa dabei war. Gegen die Nackenfaltenmessung oder andere Untersuchungen, die in den ersten Wochen gemacht werden können, haben wir uns bewusst entschieden, da wir uns einig waren, dass uns irgendein Prozentwert nur verrückt machen würde.

Sie hat einen kleinen Zylinder auf!

In der 17. Woche hatten wir den nächsten Frauenarzttermin und da meine Frauenärztin umgezogen ist und ein neues Ultraschallgerät hat, gab es sogar ein 3D-Foto. Mein Freund findet die 3D-Fotos total toll, meine Frauenärztin und ich sind uns da einig, dass sie meist ziemlich gruselig sind. Und es sollen wohl auch schon Papas schwach geworden sein, weil ihr Kind im 3D Ultraschall plötzlich einen offenen Schädel hatte. :D

In der 18. Woche habe ich die Kleine zum ersten Mal ganz bewusst und deutlich gespürt. Oft habe ich gelesen, dass sich die ersten Kindsbewegungen anfühlen als würden Luftblasen zerplatzen, aber ich habe das nicht so empfunden. Es fühlt sich einfach so an wie es eben auch ist: als würde jemand von innen gegen deinen Bauch stupsen. Eine Woche später haben wir dann auch von außen gesehen wie der Bauch wackelt und sie hat dem Papa gegen die Hand geboxt.

Ende Juli haben wir den Kinderwagen bestellt und uns nach längerem Überlegen für den Joolz Day2 in grau entschieden. Ich hatte mich schon bevor ich schwanger wurde in diesen Kinderwagen verliebt und es gab keinen, der mich optisch und auch funktional mehr ansprach. Allerdings ist der Wagen eben auch nicht günstig und so haben wir uns, bevor wir ihn im Babymarkt bestellt haben, auch mal günstigere Modelle angeschaut und verglichen. Wieviel weniger Qualität man dann aber für gerade mal 200-300 Preisunterschied bekommt, hat uns dann doch sehr erschreckt und da gebrauchte Joolz Wägen sich gut weiterverkaufen lassen und wir ihn ja vermutlich auch ca. 3 Jahre nutzen werden, wurde er es dann. Und ich freue mich jetzt schon die Maus dann darin durch den Berliner Frühling zu schieben. <3

Mitte August, in der 22. Woche, hatten wir dann den Termin zum zweiten großen Ultraschall bei dem alle Organe gründlich gecheckt wurden, um eventuelle Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. Aber alles bestens. Die Kleine war zu diesem Zeitpunkt ca. 440g schwer und 25cm groß. Und endlich kein Zweifel mehr: Es wird ein Mädchen.

Seit diesem Ultraschallbild bin ich in ihren süßen Mund und die kleine Stupsnase verliebt. <3

Seit Mitte September bin ich nun im Beschäftigungsverbot, da sich durch Stress mein Gebärmutterhals verkürzt hat und meine Frauenärztin das Risiko einer Frühgeburt vermeiden wollte. Bei den letzten Terminen war die Länge zum Glück immer stabil und die freie Zeit nutze ich nun für Vorbereitungen, ich nähe wieder mehr und seit zwei Wochen sind wir im Kinderzimmer am Werkeln. Dafür wird’s dann natürlich auch einen eigenen Post geben!
Ende September haben wir beim Jugendamt die Vaterschaft anerkennen lassen und das gemeinsame Sorgerecht beantragt. Auch wenn der ganze Vorgang natürlich sehr bürokratisch war, war es für mich ein bewegender Moment und ich hatte doch ein wenig Pipi in den Augen…

Inzwischen sind wir schon in der 31. Schwangerschaftswoche angekommen, hatten Anfang Oktober den dritten großen Ultraschall, wo die Kleine rund 1,2kg wog und 39cm groß war und in weniger als 10 Wochen ist sie vielleicht schon bei uns.
Der Bauch wird immer runder, was natürlich auch das ein oder andere Zipperlein mit sich bringt, aktuell ärgert mich zum Beispiel mein linkes Ileosakralgelenk im Becken, weil sich alles lockert und die Muskeln irgendwie versuchen das Becken zusammen zu halten und dann natürlich irgendwann total verkrampfen. So konnte ich zwei Tage nur unter starken Schmerzen laufen und hab nicht nur einmal vor Verzweiflung geheult. Aber es gehört wohl leider dazu und mit Wärme, Schmerzöl, ein bisschen Ruhe und ein paar Yoga-Übungen wird es nun auch langsam wieder besser.

Der Bauch wächst.

Das erste selbstgenähte Outfit für die Kleine

Vielleicht erzähle ich euch im nächsten Post dann etwas über den HypnoBirthing-Kurs, den wir gerade machen, oder über unsere Entscheidung im Geburtshaus und nicht im Krankenhaus unser Kind zur Welt zu bringen.

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2 Kommentare

  • Reply
    Anja
    23. Oktober 2017 at 11:41

    mmmh* das sieht so schööööni hier aus! Passt perfekt zu Dir!
    Hach und ich freu mich auf die kleine FÖÖÖTI! :) und bleibe gespannt auf weitere Mutti-Blogposts <3

    kussis
    Tante Anja

  • Reply
    Lu
    31. Oktober 2017 at 12:50

    Ach schön, so ein toller Blogpost!
    Auch, wenn wir ja live dabei sind, macht es so ein Text Schwarz auf Weiß nochmal realer. Wirklich realisieren, dass du nun Mama wirst, tue ich es sicher erst, wenn ich die kleine Maus sehe! Was für ein Abenteuer! :)
    Die Blogfarben passen natürlich auch perfekt! :D
    Kussi von der anderen Tante! :)
    Lu

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